Fazit nach Kita-Studie: Kindergarten-Schließungen wegen Corona waren unnötig (2023)

Das Coronavirus SARS-Cov-2 beschäftigt die Welt seit mehr als zwei Jahren. Wir halten Sie im Newsblog mit den wichtigsten internationalen sowie nationalen News auf dem Laufenden. Sonntags und Montags oder auch nach Feiertagen berichten wir an dieser Stelle nicht mehr über aktuelle Infektionszahlen, denn viele Bundesländer melden am Wochenende gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut (RKI).

  • Mittwoch, 2. November

Lauterbach: Kita-Schließungen waren nicht nötig

16 Uhr:Die Kita-Schließungen in den ersten Corona-Wellen sind nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach unnötig gewesen. „Das Schließen von Kitas ist definitiv medizinisch nicht angemessen und wäre auch in dem Umfang, wie wir es damals gemacht haben, nach heutigem Wissen nicht nötig gewesen“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. „Es wird keine Schließungen dieser Art mehr geben.“

Lauterbach äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichts der „Corona-Kita-Studie“ gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne).
Paus sagte, laut der Studie trügen die Kinder, die am meisten von frühkindlicher Bildung und Förderung profitieren können, besonders schwer an den Folgen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen. Kitas mit vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien hätten jetzt einen fast doppelt so hohen Förderbedarf etwa bei Sprache oder Motorik wie vor der Pandemie.

Die von beiden Ministerien finanzierte und vom Deutschen Jugendinstitut und Robert Koch-Institut durchgeführte Kita-Studie lief von Sommer 2020 bis Juni dieses Jahres. Untersucht wurden die Auswirkungen der Pandemie und der Schutzmaßnahmen auf Kindertagesbetreuung, Kinder und Familien aus verschiedenen Blickwinkeln.

  • Dienstag, 1. November

Corona-Lockdown für Disney-Themenpark in Shanghai verhängt

9 Uhr:Besucher des Disney-Freizeit- und Ferienparks in Shanghai sind am Montag von einem Corona-Lockdown überrascht worden. Die Besucher dürften das Disney-Resort erst verlassen, wenn von den vor Ort gemachten Corona-Tests ein negatives Ergebnis vorliege, erklärte die Stadtverwaltung von Shanghai. Alle, die seit Donnerstag in dem Themenpark eintrafen, müssen demnach an drei aufeinanderfolgenden Tagen negativ auf das Coronavirus getestet werden. Die Besucher wurden überdies aufgerufen, „Gruppen-Aktivitäten“ zu meiden.

Zuvor hatte Disneyland Shanghai mitgeteilt, dass der Park „in Übereinstimmung mit den Seuchenkontrollauflagen vorübergehend mit sofortiger Wirkung geschlossen“ werde. „Wir werden die Gäste informieren, sobald wir einen bestätigten Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs haben“, hieß es weiter. Zu dem 390 Hektar großen Themenpark gehören Shanghai Disneyland, Disneytown und der Wishing Star Park. Vor dem Lockdown war nach Angaben des Betreibers die Besucherzahl auf der Anlage wegen der geltenden Corona-Bestimmungen bereits eingeschränkt worden.

China ist die letzte große Volkswirtschaft, die eine strikte Null-Covid-Strategie verfolgt. Bereits bei einer geringen Anzahl von Corona-Infektionen verhängen die Behörden Lockdowns und ordnen Massentests und lange Quarantänen an. Am Montag wurden in dem bevölkerungsreichsten Land der Erde 2699 örtliche Corona-Ansteckungen registriert, darunter zehn asymptomatische Fälle in der Wirtschaftsmetropole Shanghai.

(Video) Corona-Kita-Studie: Minister Karl Lauterbach & Lisa Paus stellen Ergebnisse vor

  • Samstag, 29. Oktober

EMA: Heftige Menstruation mögliche Nebenwirkung von Corona-Impfung

9.45 Uhr:Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will heftige Menstruations-Blutungen als mögliche Nebenwirkung in die Beschreibung der Corona-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna aufnehmen. Das teilte die Behörde am Freitag in Amsterdam mit. Die in der Analyse beobachteten Beschwerden seien zumeist vorübergehend und nicht schwerwiegend. Es gebe auch keinerlei Hinweise, dass sie negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hätten.

Studien hatten ergeben, dass bei manchen Frauen die Menstruation nach einer Impfung länger dauerte oder intensiver war. Die Experten der EMA hatten die Daten geprüft und kam zu dem Schluss, „dass zumindest eine begründete Möglichkeit besteht, dass das Auftreten starker Menstruationsblutungen in ursächlichem Zusammenhang mit diesen Impfstoffen steht“. Daraufhin empfahlen sie eine Erweiterung der Informationen für die Präparate.

RKI registriert 47.718 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 436,4

8 Uhr:Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 436,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 464,1 gelegen (Vorwoche: 625,1; Vormonat: 409,9).

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 47.718 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 74.631) und 167 Todesfälle (Vorwoche: 204) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

  • Freitag, 28. Oktober

Stiko-Chef Mertens erklärt Pandemie für endemisch

13.22 Uhr:Der Präsident der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält Corona inzwischen für eine endemische Virusinfektion. Ein Großteil der Bevölkerung habe entweder die Infektion durchgemacht, sei geimpft oder beides, sagte Mertens im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. „Dann ist natürlich die Frage, sind wir noch in einem pandemischen Zustand, ja oder nein?“ Die Frage sei vielleicht mehr von psychologischer als von wissenschaftlicher Bedeutung.

„Aber natürlich könnte man auch sagen, es handelt sich mittlerweile um eine endemische Virusinfektion und die wird uns erhalten bleiben über die Generationen“, fügte er hinzu. Aufgabe werde es bleiben, diejenigen zu schützen, die ein Risiko hätten zu erkranken, durch Impfen oder auch das Tragen von Masken.

Als endemisch gilt eine Krankheit, wenn sie in einer Region mit relativ konstanter Erkrankungszahl dauerhaft auftritt, wie etwa die Grippe. Mertens erklärte, eine Pandemie sei dadurch definiert, dass ein weltweit unbekannter Erreger, mit dem die Menschen keine immunologische Erfahrung hätten, in die Population einbreche. Diese Situation sieht Mertens nicht mehr gegeben, wie er in dem Interview deutlich machte. „Zu der Definition der Pandemie gehört nicht die Erkrankungsschwere“, sagte er.

(Video) Kita-Schließungen wegen Corona waren unnötig #shorts

Nach Ansicht der Bundesregierung hat sich an der Bewertung der Lage nichts geändert. „Der Corona-Ausbruch wurde 2020 von der WHO zur Pandemie ausgerufen und ausschließlich die WHO kann dies auch wieder revidieren“, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin. Die Weltgesundheitsorganisation habe erst kürzlich noch einmal bekräftigt, dass man sich weiterhin in einer pandemischen Lage befinde.

  • Montag, 24. Oktober

Forderungen nach Ende der Impfpflicht im Gesundheitssektor

7.15 Uhr:Die Rufe, die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheits- und Pflegebereich nicht über Ende 2022 hinaus zu verlängern, werden lauter. Die Pflegebevollmächtigte des Bundes, Claudia Moll, plädiert dafür, die Ende des Jahres auslaufende gesetzliche Regelung nicht zu verlängern. „Ich habe immer gesagt, dass eine Impfpflicht nur Sinn macht, wenn sie für alle gilt. Ein Herauspicken einzelner Gruppen, von denen sich einige dann nachvollziehbar stigmatisiert fühlen, halte ich für keinen guten Weg“, sagte Moll der „Rheinischen Post“ (Montag). Aus Sicht der SPD-Politikerin ist das Verantwortungsbewusstsein bei den Angestellten ohnehin hoch.

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt seit Mitte März. Die Gesundheitsämter können Tätigkeits- oder Betretungsverbote für Beschäftigte von Kliniken oder Pflegeeinrichtungen aussprechen, wenn diese auch nach Aufforderung keinen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen oder kein Attest haben, das sie von einer Corona-Impfung befreit. Die gesetzliche Grundlage für die Impfpflicht läuft zum Jahresende aus.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zuletzt offen gelassen, ob sie ausläuft oder verlängert wird. „Wir werden von dem Verlauf der Herbst- und Winterwelle abhängig machen, wie wir mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht umgehen“, hatte er im Bundestag erklärt.

Patientenschützer wollen keine Verlängerung. „Der Bundesgesundheitsminister muss die einrichtungsbezogene Impfpflicht am 31. Dezember endlich beerdigen“, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der „Rheinischen Post“. Ein bundesweit geltendes, tägliches Testregime sei der Weg, in der Alten- und Krankenpflege mit Corona zu leben, betonte Brysch.

Vor wenigen Tagen hatten Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen ein Ende der Impfpflicht für das Personal in Gesundheit und Pflege gefordert.

  • Sonntag, 23. Oktober

Priesemann: „Nicht notwendig, die Maßnahmen zu verschärfen“

9.30 Uhr:Max-Planck-Forscherin Viola Priesemann rechnet mit zwischenzeitlich sinkenden Corona-Zahlen. Aufgrund der Saisonalität habe man eine Welle der Variante BA5 mit hohen Inzidenzen, aber etwas weniger Krankheitslast für den Herbst erwartet. „Diese Dynamik sehen wir jetzt. Der Rückgang der Welle ist also recht natürlich und erwartbar“, sagte Priesemann im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Mit Blick auf die Zahl der schweren Verläufe hält die Leiterin einer Corona-Taskforce derzeit keine neue Eindämmung für erforderlich. „Geht es um Covid auf der Intensivstation, erscheint es derzeit nicht notwendig, die Maßnahmen zu verschärfen.“ Allerdings helfe jeder Beitrag, die Zahl der Ansteckungen zu reduzieren, auch dabei, die Last für das Pflegepersonal und die Ärzte zu verringern. Mit Corona infizierte Mitarbeiter, die Influenza-Welle und andere Erkrankungen könnten „zu deutlichen Engpässen führen, zusammen mit dem steigenden Anteil Personen, die im Krankenhaus behandelt werden und eine Nebendiagnose Covid haben“, sagte Priesemann

(Video) Lauterbach gibt Corona-Fehler zu: „Kitas waren keine Infektionsherde“

  • Donnerstag, 20. Oktober

EU-Kommission lässt Impfstoff gegen Varianten und für Babys zu

22.50 Uhr: Die EU-Kommission hat die ersten Corona-Impfstoffe für Babys sowie ein an Omikron-Varianten angepasstes Präparat zugelassen. Die Präparate der Hersteller Pfizer/Biontech beziehungsweise Moderna dürfen künftig an Babys ab sechs Monaten verabreicht werden, wie die Kommission am Donnerstag entschied. Damit folgte sie einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA. Beide Impfstoffe sind bereits für Erwachsene und Kinder ab fünf beziehungsweise sechs Jahren zugelassen. Die Dosen für Babys und Kleinkinder sind deutlich niedriger.

Ob Babys und Kleinkindern künftig tatsächlich eine Corona-Impfung angeboten wird, ist nun eine Entscheidung der jeweiligen EU-Staaten. Nach Angaben der EMA-Experten hatten Studien gezeigt, dass auch Babys und Kleinkinder bei einer sehr geringen Dosis vor einer Infektion geschützt würden.

Zugleich ließ die EU-Kommission am Donnerstag einen an zwei Omikron-Varianten angepassten Moderna-Impfstoff zu. Das Präparat wirkt nach EMA-Angaben gegen das originale Coronavirus sowie die beiden Subvarianten BA.4 und BA.5. Die EMA-Experten empfehlen den angepassten Impfstoff als Auffrischung des Schutzes für Menschen ab 12 Jahren. Es ist der zweite angepasste Spikevax-Impfstoff, der zugelassen wird. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides schrieb auf Twitter: „Da die Zahl der Fälle in Europa wieder ansteigt, ist es wichtig, dass jeder in diesem Winter seinen Schutz durch Impfung und Auffrischung erhöht.“

Grippe und Corona: Impfschutz senkt Risiko für Doppelinfektion

14.30 Uhr:Wer sich gegen Grippe impfen lässt, kann verhindern, dass sich das Immunsystem ungeschützt mit einer Doppelinfektion auseinandersetzen muss. Darauf weist die Deutsche Seniorenliga hin.
Denn eine zeitgleiche Infektion mit Grippe und Corona kann das Immunsystem überfordern, das gerade bei älteren Menschen schwächer wird. Die Deutsche Seniorenliga ruft daher Über-60-Jährige dazu auf, sich gegen Grippe impfen zu lassen. So lassen sich Grippeinfektionen im besten Fall vermeiden - oder sie fallen deutlich milder aus als ohne Impfschutz.

Übrigens: Die Impfungen gegen Covid-19 und gegen Grippe können laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) gleichzeitig erfolgen. Geimpft wird allerdings nicht in denselben Arm.

  • Mittwoch, 19. Oktober

EMA macht weg frei für Impfstoffe für Babys ab 6 Monaten

19.54 Uhr: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg frei gemacht für zwei Corona-Impfstoffe für Babys ab sechs Monaten. Mit den Impfstoffen der Hersteller Pfizer/Biontech beziehungsweise Moderna könnten auch solche Kinder vor einer Corona-Infektion geschützt werden, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Beide Impfstoffe waren bereits für Erwachsene und Kinder ab fünf beziehungsweise sechs Jahren zugelassen. Allerdings sind die Dosen für Babys und Kleinkinder deutlich niedriger.
Nun muss die EU-Kommission der Zulassung noch zustimmen; das gilt als Formsache. Ob aber überhaupt Babys eine Corona-Impfung angeboten wird, ist eine Entscheidung der jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten. Nach Angaben der Experten der EMA hatten Studien gezeigt, dass auch Babys und Kleinkinder bei einer sehr geringen Dosis vor einer Infektion geschützt würden.
Nach einer Impfung können nach Angaben der EMA Müdigkeit auftreten, Appetitlosigkeit, Hautausschlag oder Schmerzen an der Einstichstelle. Diese Nebenwirkungen seien aber meistens sehr milde und dauerten nur wenige Tage. Die Experten der EMA werden weiterhin Sicherheit und Wirkung beider Impfstoffe beobachten und bewerten.

RKI registriert 130.074 neue Corona-Fälle - Inzidenz bei 670,5

7.13 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 670,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 687,5 gelegen (Vorwoche: 799,9; Vormonat: 243,1).

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

(Video) „Corona-Impfung nicht vernachlässigen“ | Dr. Peter Velling bei Viertel nach Acht

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 130 074 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 136 748) und 248 Todesfälle (Vorwoche: 199) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.
Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 34 888 963 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

  • Dienstag, 18. Oktober

Amtsärzte fordern Maskenpflicht in Innenräumen

7.50 Uhr:Die Amtsärzte haben mit Blick auf die hohen Corona-Inzidenzen in Deutschland eine Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen gefordert. „Wir brauchen jetzt eine Maskenpflicht in Innenräumen wie Supermärkten, Geschäften und öffentlichen Gebäuden“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Johannes Nießen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). „Die Länder sind am Zug, die Maskenpflicht sofort umzusetzen. Sonst droht eine Überlastung des Gesundheitssystems und eine Überlastung der Bereiche mit patientennahem Kontakt wie Kliniken.“

Bei einer weiter steigenden Inzidenz sollte eine solche Maskenpflicht laut Nießen, der auch Chef des Kölner Gesundheitsamt ist, auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden. „Sobald die Inzidenz über 1000 klettert, müssen wir auch eine Maskenpflicht für Bars, Gastronomie und Restaurants in Betracht ziehen. Dann haben wir nämlich in Wirklichkeit eine Inzidenz von 3000“, sagte der Verbandschef.

Eine bundesweite Maskenpflicht gibt es derzeit nur noch in Fernzügen und -bussen, Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus können die Länder sie bei Bedarf in Innenräumen einführen. Angesichts steigender Inzidenzen werden immer wieder Rufe nach einer Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen laut.

Bundesweite Inzidenz steigt weiter an

7 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 687,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 680,9 gelegen (Vorwoche: 787,5; Vormonat: 248,2). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 150.052 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 172.536) und 209 neue Todesfälle (Vorwoche: 185) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 34 758 889 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.(red/dpa/afp)

(Video) #328 Waren Kita-Schließungen wirklich falsch? | Podcast Kekulés Corona-Kompass | MDR

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4. tagesschau 20:00 Uhr, 02.11.2022
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5. Lauterbach: Corona-Gutachten hätte genauer sein können | Markus Lanz vom 05. Juli 2022
(ZDFheute Nachrichten)
6. Plenarsitzung vom 06.10.2022
(Abgeordnetenhaus von Berlin)
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Author: Ouida Strosin DO

Last Updated: 01/03/2023

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